Behandlungsspektrum

Parodontologie

Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat.
Der Zahnhalteapparat umfasst das Gewebe, welches die Zähne umgibt und sie im Kiefer verankert.
Es besteht aus dem Zahnfleisch, dem umgebenen Kieferknochen, der Zahnwurzeloberfläche - der sog. Wurzelhaut, und den (Sharpey) Kollagenfasern.
Durch die Sharpey-Fasern ist der Zahn sozusagen im Zahnfach „aufgehängt“.

Die Parodontologie beschäftigt sich ebenfalls mit den Erkrankungen des Zahnhalteapparates, mit deren Auslöser, der Vorbeugung und der Heilung.

Die Zahnbetterkrankung (Parodontose oder Parodontitis) ist eine entzündliche Krankheit des Zahnhalteapparats, die zur Zerstörung des Kieferknochens führt. Sie kann direkt zum Zahnverlust führen.

Die wichtigste Rolle bei der Entstehung der Pardonontose spielt der Zahnbelag, der sich infolge einer nicht entsprechenden oder vernachlässigten Mundhygiene ansammelt.

Es gibt Menschen, die eine Neigung zur Zahnfleischerkrankung haben, trotzdem dass Sie eine gute Mundpflege ausüben.
Zu den weiteren Risiken zählen noch Diabetes, Rauchen, Stress, einseitige Ernährung und Schwangerschaft.

Das Vorbeugen der Zahnbetterkrankungen

Die gründliche und regelmässige Zahnreinngung (3-mal täglich) beugt wesentlich die Entstehung der Parodontose.
Mit dentalen Hilfsmittel wie Interdentalbürste (Zahnzwischenraumbürste), elektrische Munddusche und Zahnseide kann man aus den Zahnzwischenräumen die Beläge, die mit einer herkömmlichen Zahnbürste nicht erreicht werden können, entfernen, und somit die Mundhygiene nahezu perfektionieren.

Von größter Wichtigkeit ist zum einem die regelmässige Kontrolle und Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt, und zum anderen die professionelle Zahnreinigung (Prophylaxe).
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass mit diesen Massnahmen sie viel für die Vorbeugung der Parodontose getan haben.
Wie schon das uralte Sprichwort sagt - „ ein sauberer Zahn wird niemals Krank“!

Symptomatik

Folgende Anzeichen müssen ernst genommen werden:

Zahnfleischbluten während Zähneputzen oder beim Verwenden von Zahnseide, sie der Munddusche.
Ständig starker und extrem unangenehmer Mundgeruch, sichtbarer Zahnfleischrückgang, Entstehen tiefer Zahnfleischtaschen um die Zähne herum - oft wahrgenommen als „ständige Essensreste nach den Mahlzeiten“.

Sobald der Knochen durch die Erkrankung angegriffen und zerstört wird , weisen die Zähne eine erhöhte Beweglichkeit auf, sie beginnen zu wackeln und zu „wandern".
Die Zahnlücken werden grösser, die Zähne fächern sich auf.
Die Zähne scheinen länger zu sein.

Wo normalerweise eine feste Verbindung zwischen Zahn und Zahnfleisch besteht, kann der Zahnarzt nun ohne grossen Widerstand mit einer stumpfen nadelförmigen Sonde dem Zahn entlang in die Tiefe (in den Knochen) dringen.
Die Parodontitis hat nun den Knochen, und die Fasern, die den Zahn im Knochen verankern, zerstört.
An Stelle dessen ist eine sogenannte "Tasche" entstanden, die mit Bakterien gefüllt ist und aus der sich oft Eiter entleert.

Falls diese Krankheit lange unerkannt bleibt und nicht behandelt wird setzt sich der Knochenschwundprozess soweit fort,
bis der Zahn sich lockert und schliesslich ausfällt.

Parodontosebehandlung

Eine Parodontosebehandlung hat zwei Hauptziele:
die Entzündung zu stoppen und das Gewebe, das die Zähne stützt, dauerhaft zu erhalten, und somit den Zahnverlust zu verhindern!

Sie erfolgt in mehreren Schritten:

Zunächst wird eine (professionelle) Zahnreinigung durchgeführt und der Patient wird umfassend über seine individuelle Risikofakturen aufgeklärt sowie in möglichst „perfekter“ Mundhygiene instruiert.
Alle Störfaktoren (Karies, zerstörte und nicht erhaltungswürdige Zähne, insuffizienter Zahnersatz, Ernährungsumstellung, Mundhygiene) müssen möglichst beseitigt werden.

Anschliessend erfolgt nun die eigentliche Behandlung mit der Entfernung von Konkrementen (Auflagerung von harten Belägen unterhalb des Zahnfleisches) und Glättung der Zahnwurzeloberfläche.

Sie ist auch bekannt als "geschlossene Parodontosebehandlung“, weil die Reinigung der Wurzeloberfläche ohne ein Aufschneiden des Zahnfleischs erfolgt.

Dabei kommen spezielle Handinstrumente, sogenannte Küretten, oder auch Ultraschallinstrumente, und unter Umständen auch Laser (keine Kassenbehandlung) zum Einsatz.

Eine Betäubung der Zähne und des Zahnfleisch (Lokalanästhesie) ist für eine schmerzfreie Behandlung notwendig.

Soll eine Parodontitistherapie dauerhaft Erfolg haben, gehört eine lebenslange Nachsorge unabdingbar dazu.
Sie „verlangt“ neben einer dauerhaften, konsequenten und sorgfältigen Pflege, auch eine regelmäßige professionelle Zahnreingung
(2-3 mal jährlich).

Sprechen Sie uns an - wir werden immer eine individuelle Lösung für Sie finden!

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